Geld sparen beim Einkaufen

7 Tipps, wie du Lebensmittel retten kannst – und dabei sparst! (Gastbeitrag von Marco Schnell)

Rund 83 kg Lebensmittel werfen wir Deutschen pro Jahr in die Tonne.  Das ist nicht nur richtig viel Müll, sondern auch pure Geldverschwendung. Es summiert sich auf 50 Euro pro Person und Monat. Hier lauert enormes Sparpotential. Es lohnt sich also etwas genauer darauf zu achten, wie und was man einkauft, damit am Ende des Tages weniger Geld und Lebensmittel verschwendet werden. Wir haben uns ein paar Tipps überlegt, die du in deinen Alltag integrieren kannst. Sie sollen dir helfen Geld zu sparen und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

1. Schnäppchen jagen

Du kochst liebend gerne, aber am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig? Auf den meisten Märkten gelten Sonderpreise für Restposten am Ende des Tages. Somit sparst du nicht nur Bares, sondern verhinderst auch, dass kostbares Obst und Gemüse von den Marktständen direkt in die Tonne wandern. Außerdem haben viele Supermärkte Restekisten, in denen Lebensmitteln zu sehr reduzierten Preisen angeboten werden. Aber Vorsicht: nur weil es günstig ist, heißt das nicht, alles mitzunehmen. Überlege dir lieber im Vorfeld was du wirklich brauchst. Sonst türmt sich bei dir zu Hause das Essen!

2. Gut geplant ist halb gewonnen

Wie bereits angedeutet ist es äußerst hilfreich, sich beim wöchentlichen Einkauf auf das zu konzentrieren, was man auch tatsächlich essen will – und kann. Kaufe nur die Lebensmittel ein, die du auch wirklich verbrauchen wirst. Dabei können Listen helfen, die Du dir vorher schreibst.Übrigens haben Forscher herausgefunden, dass man mehr kauft, wenn man hungrig ist. Also lieber noch einen kleinen Snack zu sich nehmen bevor es zum Supermarkt geht.

3. „Krumme“ Früchte schmecken super

Das Auge isst zwar mit, aber es trügt uns auch. Gerade bei unförmigem Obst und Gemüse ist das der Fall. Weil die Form von der von uns gewohnten Industrienorm abweicht, signalisiert uns unser Gehirn, dass sie minderwertig sei. Automatisch greifen wir nach dem geraden, leuchtend roten oder voll-rundem Obst. Unschöne Varianten bleiben in den Regalen liegen und müssen oft entsorgt werden oder schaffen es aufgrund ihrer ausgefallenen Form gar nicht erst in den Markt.  Die Annahme, „was komisch aussieht, muss auch komisch schmecken“, ist jedoch falsch. Egal, ob die Möhre verwachsen, die Gurke krumm ist oder die Kartoffel zwei Knollen hat – die Ware schmeckt einwandfrei und enthält genausoviele Nährstoffe, wie die optisch „geradere“ Variante. Entscheidest du dich beim Einkauf also für unförmige Formen tust du aktiv etwas gegen Lebensmittelverschwendung. 

4. Richtiges Lager(n)- nicht nur für‘s Bier wichtig

Während das kühle Sixpack selten Probleme mit dem Mindeshaltbarkeitsdatum bekommt und sich immer griffbereit im Kühlschrank findet, sieht es bei anderen lebensnotwendigen Nahrungsmitteln ganz anders aus.  FIFO- First in, first out – lautet der Geheimtipp der Lebensmittelretter. Was du als Letztes gekauft hast, sollte ganz hinten im Kühlschrank verstaut werden. Die allgemeine Tendenz ist eher umgekehrt: Frisch aus dem Supermarkt und einfach vorne in den Kühlschrank drücken. Dass sich auf manchem, vor längerem gekauften Lebensmittel in den unendlichen Gefriertiefen bereits neues Eigenleben entwickelt, sieht man meistens erst zu spät. Deshalb: Vernasche erst die guten Sachen vom letzten Einkauf und dann das ganz frische Zeug.  Übrigens gehört nicht alles in den Kühlschrank. Brot fühlt sich in einer tönernen Brotbox mit kleinen Belüftungslöchern am wohlsten und trocknet im Kühlschrank aus. Honig mag gerne Zimmertemperatur und kristallisiert, wenn es ihm zu kalt ist. Tomaten halten sich gekühlt zwar länger, verlieren aber an Geschmack. 

5. Mindesthaltbarkeitsdatum – nicht Ungenießbarkeitsdatum
Du warst länger nicht zu Hause oder hattest schlichtweg keine Zeit in deinen Kühlschrank zu gucken? In solchen Situationen lassen sich zwar das ein oder andere Mal besondere „biologische Projekte“ aus den hintersten Ecken fischen. Man muss aber nicht alle Produkte wegwerfen, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Gerade Eingelegtes oder Eingekochtes hält sich besonders lange und auch Milchprodukte überleben bei richtiger Lagerung das Mindesthaltbarkeitsdatum.

6. Verwerten von Resten
Jetzt hast du zwar die gefundenen Schätze im Kühlschrank geborgen, aber auch Zeitdruck diese zu verwerten? Wenn dir absolut nichts einfällt, gibt es inzwischen diverse Rezepteseiten im Internet, bei denen du nach Schlagwörtern, also deinen vorhandenen Zutaten suchen kannst. Zudem gibt es auch Blogs, die es sich zur Aufgabe gemacht haben nur Rezepte aus Resten zu veröffentlichen, beispielsweise wenn das Brot mal wieder übriggeblieben ist. Check doch mal den FairMeals-Blog. Hier kannst du dich von ein paar völlig neuen Resterezepten inspirieren lassen.

7. Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung

Inzwischen gibt es zahlreiche Plattformen und Apps, die es noch leichter machen, Essensüberschüsse, die in Restaurants, Cafés und Hotels anfallen zu retten und dadurch Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Wie wäre es, wenn du nach einem langen Tag, anstatt sich im Supermarkt mit Convenience-Food zufriedenzugeben, ein leckeres, frisch zubereitetes Essen bei einem Restaurant um die Ecke abholen könntest? Und das mit großzügigem Rabatt. Apps wie FairMeals machen es möglich. Dort kannst du aus einem stetig wachsenden Angebot an schmackhaften, frischen Speisen, deinen Favoriten wählen und so deinen Leckerbissen mit gutem Gewissen genießen.

Über Marco

Marco Schnell überschreitet gerne Grenzen und bringt Menschen zusammen. Als Marketing- und Kommunikationsmanager bei FairMeals kämpft er gegen die Wegwerfkultur und setzt sich für einen nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln in der Gastronomie ein. In seinem privaten Blog über interkulturelle Erfahrungen will er Menschen anstoßen, über ihren Tellerrand zu schauen und dem Fremden offen und positiv zu begegnen. Mehr über Marco findest du hier.