Strom Sparen

Das sind die größten Stromfresser im Haushalt

Die größten Stromfresser im Haushalt und Tipps zur Abhilfe

Die Preisspirale bei den Stromkosten scheint sich endlos zu drehen, was Du spätestens beim Blick auf Deine Stromrechnung spürst. Da Du die Preise nicht beeinflussen kannst, hilft nur eines: Runter mit dem Stromverbrauch. Mit der Kenntnis der größten Stromfresser bietet sich ein weitreichendes Einsparpotential, um die Haushaltskasse zu entlasten. Hierzu ein paar wichtige Tipps. Die Angabe des Stromverbrauchs bezieht sich auf die Durchschnittswerte eines Drei-Personen-Haushaltes.

Alte Heizungspumpen

Das ist der Stromfresser Nummer Eins. Die veraltete Technik ist wenig intelligent und wälzt das Warmwasser ständig um, auch wenn es nicht benötigt wird. Das kostet um die 150 Euro im Jahr und mehr bei einem angenommenen Verbrauch zwischen 500 und 800 Kilowattstunden. Hier lohnt sich eine Neuanschaffung. Neue Heizungspumpen kommen mit 150 kWh pro Jahr aus. Die Kosten: Nur noch schlappe 12 bis 30 Euro.

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Der elektrische Herd

Typischerweise sind 450 kWh im Jahr und Kosten von 85 Euro realistische Werte. Doch gerade der Herd bietet eine Vielzahl an Einsparmöglichkeiten. Zunächst sollten nur Töpfe und Pfannen mit einem glatten ebenen Boden verwendet werden, um einen guten Kontakt zum Kochfeld zu gewährleisten. Die Größe der Töpfe ist dem Durchmesser der Kochplatte anzupassen. Das Sprichwort „Zu jedem Topf passt ein Deckel“ gilt hier wortwörtlich, beim Kochen ohne Deckel wird unnötig viel Energie verbraucht. Beim Ofen sollte, wo immer es möglich ist, auf Umluft geschaltet werden und die Restwärme genutzt werden.

Gefrier- und Kühlschränke

Größere Geräte (ab 200 Liter Gesamtnutzinhalt) verbrauchen trotz Energieeffizienzklasse A+++ schon mal locker 150 bis 200 Kilowattstunden im Jahr lt. Angaben der Hersteller. Der wirkliche Wert dürfte ein ganzes Stück darüber liegen. Das sind, je nach Größe, bis zu 60 Euro im Jahr. Um hier einzusparen gilt es zunächst die richtige Temperatur zu wählen. Für das Kühlfach sind fünf bis sieben Grad ideal, im Gefrierfach sollte die Temperatur bei – 18 Grad bis – 20 Grad liegen. Ein nur kurzes Öffnen des Kühlschrankes verhindert das Einströmen warmer Luft. Speisen und Getränke immer gut abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommen. Eine dicke Eisschicht erhöht ebenfalls den Stromverbrauch. Ab einer Dicke von einem Zentimeter ist es nötig, den Kühlschrank abzutauen.

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Beleuchtung 

Die Beleuchtung schlägt mit einem Stromverbrauch von ca. 330 Kilowattstunden und damit rund 65 Euro zu Buche. Durch den Einsatz von Energiesparlampen und moderner LED-Technik lässt sich hier enorm viel sparen. Diese verbrauchen nur noch ungefähr 20 Prozent im Vergleich zu einer konventionellen Glühlampe gleicher Leistung – und das bei einer wesentlich höheren Lebensdauer. Bei der Beleuchtung gilt: Weniger ist auch hier oftmals mehr. Die großen, mehrflammigen Deckenlampen, die den Raum mit Licht überfluten, sind out. Durch eine geschickte Auswahl und Platzierung moderner Leuchten entstehen Lichtinseln und ein angenehmes Ambiente.

Waschmaschinen und Wäschetrockner

Für das Waschen fällt ein Stromverbrauch von 200 kWh an, für den Trockner muss gar mit 300 kWh gerechnet werden. Das sind zusammen immerhin um die 120 Euro. Die Waschmaschine sollte immer gut gefüllt sein. Eine Temperatur von 60 Grad ist fast immer ausreichend, eine 90 Grad-Wäsche ist bei den heutigen Textilien die Ausnahme. Eine Vorwäsche ist meist überflüssig. Alle Waschmaschinen bieten mehrere Energiesparprogramme an (Kurzwäsche, Eco-Modus und ähnliches). Da der Trockner viel Energie verbraucht, ist es ratsam, bei schönem Wetter die Wäsche an der frischen Luft zu trocknen.

Geschirrspüler

Gegenüber dem Spülen von Hand haben Geschirrspüler einen wesentlich geringeren Wasserverbrauch. Demgegenüber stehen Stromkosten von ungefähr 50 Euro, resultierend aus einem Verbrauch von 240 Kilowattstunden pro Jahr. Hier lässt sich durch die richtige Wahl des Spülprogrammes viel Geld sparen. Für das Geschirr des täglichen Gebrauchs genügt meist ein Programm ohne Vorspülen bei geringerer Wassertemperatur. Schon eine Reduzierung um zehn Grad bringt eine Ersparnis um 25 Prozent. Ein Einweichen des Geschirrs von Hand ist überflüssig. Wie bei der Waschmaschine sollte der Geschirrspüler erst dann in Gang gesetzt werden, wenn er vollständig beladen ist.

Fazit

Wie Du siehst, ist in puncto Stromsparen eine ganze Menge drin. Es sind die kleinen Dinge, die sich im Laufe des Jahres aufsummieren. Mit unseren Tipps rückst Du den Stromfressern zu Leibe – und dies alles ohne Einbuße an Komfort. Das schont Deinen Geldbeutel und auch die Umwelt wird es Dir danken.

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  • Ein Mega Artikel!!!
    Diese einfachen Tipps, können ein echtes Vermögen einsparen. Ich kenne es selbst im Alltag und habe über die Jahre in meiner Wohnung ordentlich Geld gespart und zahle auch viel weniger Stromrechnungen. Ich war damals bei 45Euro und jetzt zahle ich aktuell nur noch 25Euro pro Monat und es kommen kaum Nachzahlungen oder ähnliches mehr.

    Die Strompreise kann man nicht verhindern, da sie Jahr für Jahr steigen, dennoch kann man einiges sparen, wenn man sich solche Klasse Beiträge zu Herzen nimmt.

    Bitte mehr davon und Danke für die Mühe!

    • Wau, danke für das Kommentar Safet. Auch dein Ersparnis von über 40% ist beachtlich (240€ im Jahr!) und zeigt nur was möglich ist, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt und anstatt sich über die ständige Preiserhöhungen zu ärgern proaktiv handelt – Respekt, weiter so!

    • Sehr gut, freut mich wirklich.
      Wenn man weiß, wo die kleinen, gemeinen Stromfresser im Haushalt sind, kann man Sie leicht im 2.Step „eliminieren“ und das in der Regel ohne Verzicht auf Komfort

  • Hey Ivo

    Vielen dank für diesen tollen Artikel. Es ist wirklich unglaublich wie selbstverständlich wir Strom nehmen und denken es kostet nichts. Ich werde dies zu Herzen nehmen und vermehrt darauf achten.

    Weiter so mit den tollen Artikel!

  • Ich bin sprachlos…

    Ich hätte soviel Geld sparen können, aber Einsicht ist besser als Nachsicht!

    Vielen Dank für die tollen Tipps

    • Gerne doch Cüneyt! Es ist immer noch nicht zu spät – man muss aber anfangen und die Tipps konsequent umsetzten 😉

  • Das war mir gar nicht bewusst, wie viel ich tatsächlich noch einsparen kann. Vor allem beim Thema Lampen in meinem Fall. Danke für die Tipps!