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Reichtumsformel Geld sparen und investieren (Gastbeitrag von Christopher Klein)

(Lesezeit: ca. 4:12 Minuten)

Das Thema Geld ist ein emotionales Pulverfass. In Deutschland scheinen wir aber ein besonders
negatives Verhältnis zu haben. Wenn man dann von Geld sparen und/oder investieren spricht,
werden auch die letzten skeptisch. Manchmal kommt es mir noch immer wie ein Tabuthema vor –
wie dämlich! Geld ist ein Erleichterer. Ein Möglichmacher. Aber natürlich kein Heilsbringer!
Wenn Du denkst, dass viel Geld glücklich macht, dann irrst Du dich. Geld ist nur ein Mittel zum Zweck.  Für mich war dieser Zweck schon immer zeitliche Freiheit. Je mehr Geld ich zur Verfügung habe –
idealerweise sogar passiv verdienen kann – umso weniger muss ich dafür arbeiten. Und das macht
mich frei und Freiheit ist mein ultimatives Ziel. Deines auch? Dann folge mir...

Keinen Bock zu lesen!? Komm‘ ich lese DIR den Beitrag vor!

Der Begriff Geld sparen
Die Begriffskombination Geld sparen war für mich schon immer etwas problematisch. Schließlich
kann sie zum einen heißen, dass wir weniger ausgeben und zum anderen, dass wir es summieren. Im
ersten Beispiel sparen wir ein, im zweiten sparen wir Geld an. Zwei fundamental unterschiedliche
Herangehensweisen. Dabei ist es die Symbiose, die Gemeinschaft beider Bedeutungen, die uns
finanzielle Freiheit bringen kann!
Geld ein- und anzusparen ist die einfachste aller Reichtumsformeln. So einfach, dass sie niemand zu
nutzen scheint! Die Kombination Geld einzusparen und das Eingesparte zu investieren ist sogar noch
lukrativer!

Vom Sparer zum Investor

Nun gibt es auf diesem Blog mehr als genügend Tipps und Tricks, wie Du Geld sparen kannst. Ich
möchte Dich heute einfach nur dazu animieren, vom Sparer zum Investor zu werden. Beides ist
schließlich wunderbar miteinander vereinbar. Gespartes Geld kann über kluge, langfristig orientierte
Investitionen im Laufe der Zeit zu einem großen kleinen Vermögen werden!

Wie viel soll ich sparen?
Bezahle Dich, also Deinen Spar- bzw. Investitionsbetrag am Monatsanfang. Nur so funktioniert Sparen, ohne größere Anstrengungen. Schließlich lässt Du Dir gar keine anderen Möglichkeit, als den
Rest des Monats mit einem kleineren Budget auszukommen. Ein ambitionierter Richtwert sind 20%
Deines monatlichen Netto-Einkommens. Ich weiß, viel Geld! Allerdings heißt jedes Prozent mehr,
weniger Wartezeit zur finanziellen Freiheit. Die Zahl entstammt – von 16,67% aufgerundet – dem US-
amerikanischen Prof. Wade Pfau.
Pfau hat herausgefunden, dass Du, wenn Du Deine jährlichen Ausgaben mit 25 multiplizierst, Du von
diesem Betrag anschließend 30 Jahre lang 4% pro Jahr abheben und verkonsumieren kannst. Es ist
ein ausgeklügeltes Rentenmodell. Gibst Du jährlich 10.000€ aus, brauchst Du ein Vermögen von
250.000 Euro, um davon 30 Jahre lang leben zu können (4% pro Jahr sind wiederum 10.000 Euro –
Deine jährlichen Ausgaben).
Deine Sparrate muss sich somit an Deinen Ausgaben orientieren. Je mehr Du ausgibst, umso höher
Dein Lebensstandard und umso mehr Geld musst Du auch ansparen, um später nicht plötzlich
inmitten eines finanziellen Alptraums aufzuwachen. Für die meisten Menschen trifft ein Sparbetrag
von 10 bis 20% zu.

Wie soll ich mir ein Vermögen aufbauen?

Deinen monatlichen Sparbetrag überweist Du am besten per Dauerauftrag auf ein separates
Investment-Konto. Von dort tätigst Du alle weiteren Investitionen. Schließlich schaffen Investitionen
die Grundlage, aus Deinen kontinuierlichen Sparbemühungen, durch Thesaurierung
(Wiederveranlagung von Renditen), vom Zinseszins-Mechanismus zu profitieren und damit Deine
Sparbemühungen im Laufe der Zeit zu vervielfachen (siehe Wikipedia 72er Regel). Dadurch ist selbst
die berühmte Million sogar für den „Ottonormalhamster“ gar nicht so unrealistisch.
Ich persönlich bin ein großer Freund des passiven Investierens. Das heißt, ich investiere mit einem
langfristigen Anlagehorizont – sowohl regelmäßig als auch einmalig. Dadurch reduziere ich das Risiko
kurzfristiger Kursschwankungen. Dadurch, dass ich über sehr viele Anlageklassen hinweg investiere,
reduziere ich zudem das Gesamtrisiko und die Korrelation zum Finanzmarkt.

Worin soll ich investieren?
Es gibt heute mehr Anlagemöglichkeiten denn je. Besonders erfreulich ist in meinen Augen, dass wir
auch mehr und mehr in ethisch-soziale und ökologisch-nachhaltige Finanzprodukte, Unternehmen
und Projekte investieren können. Meine Lieblingsinvestments erstrecken sich dabei über folgende
Anlageklassen:

- P2P-Kreditvergabeplattformen
P2P-Kredite sind vermeintlich Kredite, die von Person zu Person vergeben werden. Das ist
natürlich nur die halbe Wahrheit. Du hast über eine Vielzahl verschiedener Plattformen (die
ich übrigens hier einmal intensiv miteinander verglichen habe) die Möglichkeit, Dich an
Krediten von Privatpersonen zu beteiligen. Die Renditechancen sind enorm (meine Rendite –
besser gesagt mein XIRR – liegt zwischen 10 und 18%!) – und das bei akzeptablem Risiko!

- Crowdinvesting und Projekte
Mit Crowdinvesting kannst Du Startups und junge Unternehmen mit Eigenkapital auf die
Beine helfen. Die Renditen sind attraktiv, allerdings sind diese Investitionen auch mit einem
höheren Risiko behaftet. Darüber hinaus kannst Du auch in ethisch-soziale und ökologisch-
nachhaltige Projekte investieren. Die Crowdinvestment-Plattform Bettervest, aber auch die
GLS-Bank bieten hier zahlreiche Möglichkeiten.
- ETFs
ETFs sind passiv gemanagte Indexfonds und das perfekte Einsteigerinstrument. Sie bilden
einen Korb von Aktien ab. Sie sind breit gestreut und daher erheblich weniger
schwankungsanfällig, als Einzeltitel (Aktien). In ETFs kann man bei vielen Brokern bereits ab
25€ monatlich investieren. Wer eine ethisch-soziale und/oder ökologisch-nachhaltige
Alternative sucht, sollte auf die Bezeichnung SRI achten.

Fazit
Mit diesem Artikel wollte ich Dir einmal aufzeigen, dass Geld sparen und investieren – die vielleicht
älteste und simpelste Reichtumsformel überhaupt – alles andere als ein Hexenwerk ist. In meinen
Augen ist es, gerade für eine jüngere Generation, enorm wichtig, sich damit zu beschäftigen und
erste Schritte zu gehen. Schließlich werden die heute 20-jährigen, wenn überhaupt, nur eine
bescheidene Rente erhalten.
Womit soll ich also meinen Lebensabend bestreiten?
Die Antwort lautet entweder Lottogewinn oder systematisch-strategischer Vermögensaufbau mit
langfristigem Anlagehorizont. Auf diesem Wege wünsche ich Dir allen erdenklichen Erfolg und freue
mich auf reges Feedback, Tipps und Anregungen von Dir.
Chris

Über Chris & Jens

Schon während des Studiums der internationalen Volks- und Finanzwirtschaft suchten wir,
Christopher Klein (M. Sc.) und Jens Helbig (M. Sc.), nach Literatur, die uns die wahren Probleme und
Herausforderungen unserer Zeit in einfachen Worten näherbringen würde. Wie können wir Geld
verdienen, passives Einkommen erzeugen und unser Geld so anlegen, dass es langfristig (sogar
ökologisch-nachhaltig und ethisch-sozial) solide Renditen abwirft? Wie können wir eine Tretmühle
verlassen und finanziell freier leben - und zwar nicht erst im Alter von 70 Jahren?
Eine jahrelange (vergebliche) Suche nach Büchern dieser Art formte die Ausgangssituation eines
aufregenden Weges. Von ahnungslosen Studenten zu mehrfachen Bestseller-Autoren im
Finanzbereich und Titelstorys in zahlreichen Finanzmagazinen wie u. a. Focus-Money!
Unser Wissen und unsere Erfahrungen teilen wir mit Dir in unseren Büchern in verständlichen
Worten. Unsere Titel machen Schluss mit langweiligen Finanzschinken!
Mehr erfährst Du über uns auf unserem Blog (Hier klicken) - trage Dich
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