Geld sparen beim Zahnersatz

7 Tipps wie du massiv beim Zahnersatz Geld sparst OHNE auf Qualität zu verzichten

Perfekten Zahnersatz muss sich jeder leisten können, ohne Wenn und Aber!

Jeder zehnte deutsche Versicherte weist in seinem Kiefer eine Zahnlücke auf. Nicht wenigen fehlen sogar gleich mehrere Zähne, dennoch werden diese nicht durch einen adäquaten Zahnersatz geschlossen. Ursächlich hierfür ist oft die Angst vor der Behandlung, eventuellen Schmerzen oder hohen Kosten für einen hochwertigen Zahnersatz. Dafür nehmen Betroffene nicht selten starke Zahnschmerzen in Kauf. Dabei muss Zahnersatz nicht teuer sein - mit folgenden Tipps kannst Du deinen Geldbeutel deutlich entlasten.

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1. Bonusheft pflegen

Wenn Du anhand des Bonusheftes regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt belegen kannst, erhältst Du von Deiner Krankenkasse über den Festzuschuss hinaus einen zusätzlichen Zuschuss für Deinen Zahnersatz. Das kleine Heft gibt es bereits seit 1989 und soll Anreize für Arztbesuche schaffen. Pro Halbjahr erhältst Du einen Stempel in das Bonusheft, sofern der Zahnarzt eine sogenannte Individualprophylaxe durchführt. Dies ist etwa dann der Fall, wenn der Dentist über Kariesursachen aufklärt oder harten Zahnbelag entfernt. Hast Du in den vergangenen fünf Jahren ununterbrochen mindestens einmal im Jahr beim Zahnarzt vorbeigeschaut, erhöht sich die Kostenerstattung von rund 50 auf 60 Prozent. Bei zehn Jahren übernimmt die Kasse sogar 65 Prozent der Rechnung. Hierzu folgende Übersicht:

Lückenloses Bonusheft: 0-4 Jahre

Bonus: 0%

Zuschuss GKV: 50%

Lückenloses Bonusheft: 5-9 Jahre

Bonus: 20%

Zuschuss GKV: 60%

Lückenloses Bonusheft: ab 10 Jahre

Bonus: 30%

Zuschuss GKV: 65%

2. Zahnärztliche Zweitmeinung einholen

Suchst Du wegen Zahnschmerzen und dem Bedarf nach Zahnersatz einen Dentisten aus, so ist dieser grundsätzlich dazu verpflichtet, umfassend über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. Du solltest ferner stets detailliert nachfragen. Weil jeder Zahnarzt seine eigenen Philosophien sowie Vorlieben hat und mit seinen Patienten Geld verdienen möchte, solltest Du generell eine Zweitmeinung einholen. In Beratungsstellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KZV) beraten Dich besonders erfahrene sowie fachlich qualifizierte Beratungszahnärzte kostenlos. Einfach Termin vereinbaren und Heil- und Kostenplan sowie weitere Unterlagen wie etwa Röntgenbilder mitbringen.

3. Kostenvoranschläge vergleichen

Hast Du Zahnschmerzen und benötigst Du einen Zahnersatz, musst Du Dich nicht gleich vom erstbesten Zahnarzt behandeln lassen. Finanziell sinnvoller ist es, bei mehreren Dentisten einen Kostenvoranschlag einzuholen. Möglich ist dies auch schon auf Internetseiten, wo registrierte Zahnärzte in Deiner Nähe Ihre Gebote abgeben können. Alternativ lohnt es sich zumindest, mit dem Zahnarzt Deines Vertrauens in Verhandlungen einzusteigen.

4. Zahnzusatzversicherung abschließen

Den Deutschen fehlen im Alter zwischen 35 und 44 Jahren durchschnittlich bereits 6 bis 8 Zähne. Ein Viertel der 65- bis 74-jährigen besitzt sogar gar keine Zähne mehr. Es ist demnach sogar bei bester Pflege absehbar, dass es über kurz oder lang zu einem Zahnausfall kommt, oft begleitet von mehr oder minder starken Zahnschmerzen. Die Kosten für einen Zahnersatz belaufen sich auf etwa 2.200 Euro, von denen die Krankenkasse lediglich ca. 340 Euro übernimmt. Ohne Zahnzusatzversicherung müsstest Du demnach knapp 1.900 Euro selbst bezahlen. Mit Versicherung reduziert Dein Eigenanteil je nach Tarif auf 220 Euro oder gar 0 Euro.

5. Zahnbehandlung im Ausland

Zahnschmerzen kannst Du im Ausland deutlich günstiger loswerden und dies bei dennoch hochwertigem Zahnersatz. So gibt es etwa eine Zahnklinik mit angeschlossenem Labor in Kroatien, die dank modernster Einrichtungen sowie erstklassig ausgebildeter Zahnärzte keine Wünsche offen lässt. Dabei winken Kostenersparnisse von bis zu 80 Prozent! Der deutlich erschwinglichere Zahnersatz geht etwa auf die geringeren Mietpreise sowie auf das niedrigere Lohnniveau für zahntechnische Arbeiten zurück. Den Festzuschuss der Kasse gibt es übrigens auch für Behandlungen im EU-Ausland. Wichtig dabei ist, dass Du nur solche Leistungen in Anspruch nimmst, die auch in Deutschland erstattungsfähig sind. Die Kosten medizi­nisch nicht anerkannter oder privatärztlicher Leistungen kann die Kasse nämlich verweigern. Hier findest Du mehr Informationen aus erster Hand: (HIER KLICKEN!)

6. Hausarztprogramme und Einschreibemodell

Einige Krankenkassen stellen ihren Mitgliedern über sogenannte Hausarztprogramme oder Einschreibemodelle vergünstigten Zahnersatz in Aussicht. In einem solchen Fall verpflichtest Du Dich aber, Dich ausschließlich von Vertragsärzten behandeln zu lassen, welche mit der Krankenkasse kooperieren. Eine freie Arztwahl ist demnach entschieden eingeschränkt.

7. Härtefallregelung

Menschen mit geringem Einkommen können gesetzlich von der Härtefallregelung profitieren. Greift diese Regel, so muss die Krankenkasse wegen unzumutbarer Belastung den doppelten Festzuschuss leisten. Dabei bleibst Du in Deiner Entscheidung frei, welche Form von Zahnersatz es werden soll. Dies bedeutet, dass die Regelversorgung vollständig kostenfrei ist. Von einer unzumutbaren Belastung ist dann auszugehen, wenn sich Dein monatliches Bruttoeinkommen auf höchstens 1.218 Euro beläuft. Für Paare beträgt die Grenze 1.674,75 Euro, je Kind kommen weitere 304,50 Euro hinzu.

FAZIT

Zahnärzte und Verbraucherschützer raten dazu, etwaige Zahnschmerzen als Warnsignal ernst zu nehmen. Denn die Zahnschmerzen können auf Karies, Gingivitis, Parodontitis, Entzündungen des Wurzelkanals oder freiliegende Zahnhälse hindeuten. Unbehandelt droht ein Zahnausfall und Knochenabbau. Zudem können Erkrankungen das Risiko eines Herzinfarkts sowie von Fehlgeburten erhöhen und die Einstellung des Blutzuckers bei Diabetikern signifikant erschweren. Nicht zuletzt ist ein etwaiger Zahnersatz auch aus ästhetischen Gründen angeraten. Indem Du die zuvor genannten Tipps beherzigst, kannst Du die dabei entstehenden Kosten im Zaum halten.                

  • Hey Ivo

    Zum Glück hatte ich bis anhin noch nie Probleme mit den Zähnen. Aber dank diesem Artikel mache ich mir nun keine Sorgen, sollte ich mal eine Behandlung brauchen. Ein echter Mehrwert solches Insider Wissen. Da wäre ich aufgeschmissen. Danke dafür!

    • Hey Adrian!
      Das war auch mein Ziel in diesem Beitrag – viel Mehrwert zu liefern und meine eigene Erfahrung aus Kroatien zu transportieren. Viele Leute kennen diese Möglichkeit nicht und haben sich damit abgefunden mit schlechten oder gar keinen Zahnen zu leben. SCHADE!